Neben der Erzielung einer möglichst hohen Rendite spielt die Einschätzung des Risikos eine zunehmend wichtigere Rolle im professionellen Portfoliomanagement. Das Risiko eines Marktes oder eines Wertpapieres wird durch dessen Volatilität bestimmt. Darunter wird die Schwankungsbreite, statistisch durch die Standardabweichung ausgedrückt, verstanden. Zu berücksichtigen ist dabei die Länge des zugrundeliegenden Betrachtungszeitraumes. Dieser ist hinsichtlich des Anlagehorizontes zu wählen. Unterschieden wird bei der Risikobetrachtung zwischen dem systematischen und dem unsystematischen Risiko.
Unter dem systematischen Risiko wird das Marktrisiko verstanden. Es ist durch Diversifikation über verschiedene Asset-Klassen und/oder den Einsatz derivativer Instrumente zu reduzieren. Das unsystematische Risiko ergibt sich aus dem Versuch, den Markt abzubilden. Dieser setzt sich aus Einzelwerten zusammen, die auf bestimmte Einflüsse unterschiedlich reagieren. Da der Markt nicht hundertprozentig abgebildet werden kann, ergibt sich ein weiteres Risiko.
Risikovermeidung Hier wird auf risikoreiche Alternativen verzichtet. Dieser Verzicht hat allerdings einen Preis, da i.d.R. eine positive Korrelation besteht zwischen Gewinnchancen und Verlustgefahren.
Risikostreuung Bei der Risikostreuung verringert sich das Risiko deutlich, da die Kummulierung von Risiken vermieden wird. Dies ist ein Kennzeichen von Fonds. Ansatzpunkte für eine Diversifizierung können beispielsweise verschiedene Länder, Branchen, Währungen etc. sein.